Consulting

Organisations- und Teamentwicklung

Wir sind Prozessberater:innen, deren Expertise die Gestaltung von Veränderungsprozessen ist. Zudem sind wir Fachberater:innen, die vor allem zu Fragen der Selbstorganisation, Partizipation und Unternehmensdemokratie über viel praktische und konzeptuelle Expertise verfügen. Es wäre wenig effizient, das Rad immer wieder neu erfinden zu müssen. Wir nennen das “Hybridberatung“. Wir arbeiten dabei in allen Veränderungsprojekten entlang drei maßgeblicher Grundlagen:

  • Systemisches Organisationsverständnis
  • Unternehmenskultur
  • Methodenvielfalt

Wir verstehen Organisationen im Sinne der systemischen Organisationssoziologie und systemischen Beratung als komplexe, soziale Systeme mit zirkulären und nicht-linearen Wechselwirkungen. Gewünschte Ergebnisse sind somit nur bedingt planbar. Es braucht iterative Schritte, um sich dem Ziel zu nähern. Rückblickende und Echtzeit-Beobachtung sowie Reflexion sind zentrale Aufgaben.

Unternehmenskultur verlangt mit ihren (un)bewussten Regeln nach bestimmten Verhaltensweisen und begrenzt sie zugleich. Deshalb müssen Veränderungsprozesse in ein Verständnis der eigenen Kultur eingebettet werden. Nicht wenige Veränderungsprojekte sind an mangelnder Kulturpassung gescheitert.

Methoden sind nur ein systematischer Weg von A nach B. Da viele Wege nach Rom führen, nutzen wir eine breite Palette von Methoden und Konzepten.

Fokus & Beratungsformate

Wir begleiten besonders gerne Veränderungsprozesse im Zusammenhang von Agilität, Partizipation, Selbstorganisation und Unternehmensdemokratie. Darüber hinaus unterstützen wir gerne bei Teamentwicklungen im Rahmen traditioneller Organisationen.

Grundsätzlich bieten wir unsere Beratung in zwei Formaten an:

  • Gesamter Veränderungsprozess (je nach Größe und aktuellem Stand ca. 9 -36 Monate)
  • Punktuelle Impulse (zum Beispiel in Form von Workshops)

Projekttypen

  • Unternehmenstransformation (hin zu Agilität, Partizipation, Selbstorganisation…)
  • Bereichs oder Abteilungstransformation
  • Teamtransformation
  • Weiterentwicklung bereits selbstorganisierter Unternehmen, Bereiche, Abteilungen oder Teams
  • Aufbau oder Weiterentwicklung von Reallaboren zur Verprobung von Selbstorganisation etc. in einem Unternehmen
  • “Klassische” Teamentwicklung

Methoden & Prinzipien

Methoden können sehr nützlich sein. Einerseits. Andererseits kann es schnell passieren, dass sich ein Veränderungsprozess nur noch um Methoden dreht. Da entsteht zu oft die Vorstellung, dass es mit Scrum oder Holacracy getan sei. Wir arbeiten mit verschiedensten Methoden – vor allem aber fokussieren wir auf die kulturellen Rahmenbedingungen sowie das Mind- und Skillset der Beteiligten. Erst dann können Methoden wirklich gewinnbringend eingesetzt werden.

Zudem ist es unser zentrales Anliegen, Euch so unabhängig wie möglich von bestimmten Methoden zu machen. Das funktioniert, sobald Ihr die jeweiligen zentralen Prinzipien einer Methode verstanden habt. Deshalb vermitteln wir immer auch die Wirkmechanismen. Wer das verstanden und verinnerlicht hat, kann sich freier und schneller in der neuen Arbeitswelt bewegen, als diejenigen, die immer noch nach Rezepten arbeiten.

Beratungsprodukte

UD sustainability co:lab

Das UD sustainability co:lab ist ein kompletter Prozess zur partizipativen Entwicklung von Nachhaltigkeit im Unternehmen. Dabei weichen wir ganz bewusst vom üblichen ersten Schritt einer Wesentlichkeitsanalyse ab. Der Ausgangspunkt ist stattdessen die Entwicklung einer überprüften wünschenswerten Zukunft für das Unternehmen. Der Prozess besteht aus fünf Modulen, die auch einzeln gebucht werden können:

  • Zukünftelabor
  • Hürden & Ressourcen
  • Systemanalyse
  • Grüne Strategie
  • Umsetzung

Über formale Anforderungen des Berichtswesens wie der Corporate Sustainabilty Reporting Directive (CSRD) hinaus stellt sich die Frage, wie Unternehmen ihre Nachhaltigkeit (weiter)entwickeln können. Diverse wissenschaftliche Befunde belegen, dass dies unter konsequenter Einbeziehung der Belegschaft deutlich besser gelingt, als ein klassisches top-down Vorgehen. Deshalb haben wir das UD sustainability co:lab entwickelt.

Der Prozess nutzt die Perspektivenvielfalt und das Wissen des gesamten Unternehmens. Nur so kann der Komplexität einer wirklich nachhaltigen Entwicklung Rechnung getragen werden. Zudem erhöht dies nachweislich die Motivation der Belegschaft, das Unternehmen nachhaltig zu gestalten und bietet so neue Chancen für ein attraktives Employer Branding.
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Zukünftelabor

Wir bieten den ersten zentralen Schritt des UD sustainability co:lab als eigenständiges Produkt an. Das Ziel des Zukünftelabors ist ein klares Bild einer wünschenswerten Zukunft des Unternehmens. Nur wenn Ihr  wisst, wo Ihr hin wollt, könnt Ihr Euch gezielt auf den Weg begeben. Allerdings ist es alles andere als einfach, sich systematisch mit den verschiedenen Zukünften auseinanderzusetzen. Nicht umsonst erklärte die UNESCO die Zukünftekompetenz (Futures Literacy) zu einer wesentlichen Kompetenz des 21. Jahrhunderts.

Als eigenständiges Beratungsprodukt könnt Ihr unser Zukünftelabor für verschiedene Fragen zur Zukunft Eures Unternehmens nutzen. Das fängt an bei der Entwicklung eines umfassenden, allgemeinen Bilds Eurer unternehmerischen Zukunft und kann bis zu spezifischen Zukunftsfragen reichen: Wie können wir zukünftig Krisen gegenüber robust werden, wie können wir unsere Innovationskraft steigern oder uns an die schnellen Veränderungen des Marktumfelds besser anpassen?

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CultureCheck

Wenn Ihr ein detailliertes Feedback zu den Erfolgen und Entwicklungspotenzialen Eurer Selbstorganisation wollt, dann empfehlen wir unseren CultureCheck. Wir erheben dazu keine quantitativen Daten per Mitarbeiterumfrage, sondern führen Tiefeninterviews mit Menschen aus allen Funktionsbereichen und Hierarchieebenen. Die dialogische Qualität der Interviews hat sich bewährt.

Dieses Verfahren haben wir mittlerweile bei verschiedenen Unternehmen erfolgreich durchgeführt. Die Interviews führen in der Kombination mit unserem Expertenwissen über Selbstorganisation, Partizipation und Unternehmensdemokratie zu detaillierten Berichten mit vielen Informationen darüber, was schon gut läuft und wo Ihr noch besser werden solltet und könnt.
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Beratungsverständnis

  1. Menschen streben nach einer Balance aus Selbstbestimmung und Bindung/Zugehörigkeit.
  2. Unternehmen sind lebendige Organismen und keine Produktivitätsmaschinen.
  3. Unternehmensdemokratie, Partizipation und Agilität sind nicht per se besser als Top-Down.
  4. Nicht alle Menschen wollen selbstbestimmt arbeiten. Aber mehr, als gemeinhin angenommen.
  5. Das Recht auf Selbstbestimmung umfasst das Recht, fremdbestimmt arbeiten zu wollen.
  6. Veränderungsprozesse führen oft dazu, sich von einigen Menschen trennen zu müssen.
  1. Partizipation ist ein Wert an sich_ Sie ist kein alleiniges Mittel zum Zweck der Gewinnmaximierung.
  2. Arbeit an sich selbst_  Auch das Topmanagement muss sich ändern. Manchmal muss es bei sich anfangen.
  3. Positives Menschenbild_ Vertrauen in die Kompetenzen und den guten Willen der Mitarbeiter ist das Fundament.
  4. Wille zur Macht_ Unternehmensdemokratie lebt von Menschen, die ihr Umfeld gestalten wollen. Darauf ist auch bei der Personaleinstellung zu achten.
  5. Unsicherheitstoleranz_ Nichtwissen und Unsicherheit ängstigen, sind aber wichtige Voraussetzungen für kreative Lösungen und Innovation.
  6. Fehlerfreundlichkeit_ Wer Neuland betritt, wird Fehler machen. Eine gute Chance, daraus zu lernen und gemeinsam zu wachsen.
  7. Eigene Wege finden_ Es gibt keine Best Practice. Jedes Unternehmen braucht eigene Lösungen.
  8. Selbstgesteuertes Lernen_ Wer mitgestalten soll und will, hat mitunter viel zu lernen. Was, weiß meist jeder selbst am besten.
  9. Geduld_ Ohne sie geht einem der Atem aus. Veränderungen in durch Transformation brauchen Zeit.
  10. Verbündete finden_ Niemand stellt allein die Welt auf den Kopf. Es braucht eine Gemeinschaft Gleichgesinnter.
  11. Wer will, der kann_ Wie bei allen anderen Herkulesaufgaben ist es wichtig, die Transformation wirklich zu wollen.
  1. Ihr wollt eine Blaupause oder Best Practice.
  2. Ihr wollt Selbstorganisation nur, um noch effizienter oder innovativer zu werden.
  3. Ihr wollt nicht in den Spiegel schauen, Selbstreflexion ist Euch ein Graus.
  4. Ihr habt es wahnsinnig eilig und alles muss gestern fertig sein.
  5. Ihr glaubt an lineare Kausalität und wollt das Ergebnis von Beginn an kennen.

Beratungsangebote gibt es wie Tropfen in der Gischt. Insofern stellt sich auch für Euch und Euer   Unternehmen die Frage: Wer passt zu Eurem Weg zu einer gelungenen Unternehmensdemokratie, Selbstorganisation oder wie immer Ihr es nennt? Es gibt verschiedene Wirkfaktoren, deren Beachtung bei der Auswahl passender Berater*innen helfen:

Spezifische Wirkfaktoren

Fach- oder Prozessberatung

Bei Beratungen wird danach unterschieden, ob die Berater*innen nach einer Analysephase konkrete inhaltliche Lösungen vorschlagen (Fachberatung) oder ob sie die Kunden auf dem Weg zur Lösung unterstützen (Prozessberatung).

Wir verstehen uns vorwiegend als Prozessberater. Unseres Erachtens liegen nachhaltige Lösungen im Unternehmen. Deshalb geht es vor allem darum, einen gelungenen Veränderungsprozess zu gestalten – und zwar gemeinsam mit allen, die Interesse daran haben. An einigen wenigen Stellen, die sich im Veränderungsprozess individuell ergeben, schlagen wir konkrete Lösungen wie Entscheidungsinstrumente vor. Ob die letztlich ausprobiert und danach dauerhaft ins Repertoire des Unternehmen übergehen, bleibt Euch überlassen.

Methoden, Instrumente und Modelle

Des weiteren gibt es Berater*innen, die sich auf einige bestimmte Modelle und Methoden fokussieren, zum Beispiel Soziokratie oder Holacracy als Organisationsmodell, systemische Beratung oder bestimmte entwicklungspsychologische Modelle. Wir sind diesbezüglich eklektisch unterwegs, sprich: Wir bedienen uns bei verschiedenen Methoden, Instrumenten und Modellen, sofern dabei keine Widersprüche auftreten. Wir glauben nicht an allgemeingültige Lösungen oder Best Practices. Jedes Unternehmen muss Anpassungen vornehmen. Immer wieder.

Unspezifischer Wirkfaktor

Berater – Kundenbeziehung

Last not least ist in der Beratung, wie in verschiedenen anderen Dienstleistungsbereichen (Medizin, Therapie, Bildung) der mächtigste Wirkfaktor die Beziehung zwischen den jeweiligen Berater*innen und deren Kund*innen. Es kommt immer auf die Chemie an. Du kannst die eine systemische Beraterin fürchterlich finden und die andere hervorragend – obwohl sie dieselben Methoden verwenden, dasselbe Menschenbild zugrunde legen etc. Die spezifischen Methoden, Instrumente und Modelle sagen nichts über ihre konkrete Umsetzung aus und erst recht nichts über das Kommunikations- und Interaktionsverhalten der Berater*innen. Da können Welten dazwischen liegen. Taten zählen mehr als Worte.

Wir sind gerne für Euch da:
kontakt@unternehmensdemokraten.de

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