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09 Mai: Innere Transformation als Deep Leverage Point

Innere Transformation: Wer irgendetwas verändern will, sollte sich fragen, was der voraussichtlich beste Hebel ist, um die angestrebte Veränderung möglichst gut zu erreichen. “Gut” dürfte dabei eine Mischung aus Dauer, Qualität und Nachhaltigkeit der erreichten Veränderung bedeuten. Hinsichtlich der dringend nötigen Veränderungen zur Lösung der Klimakrise wird seit rund 10 Jahren in der Nachhaltigkeitsforschung die “innere Transformation” als starker Hebel (deep leverage point) untersucht und immer wieder bestätigt.

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02 Mai: Im Dialog: der erste demokratische Supermarkt

Demokratischer Supermarkt: Vor einiger Zeit wurde ich bei LinkedIn auf Fabian Gebert aufmerksam. Unter seinem Namen stand “baut den ersten transparenten und demokratischen Supermarkt”. Das hat natürlich sofort mein Interesse geweckt und ich vernetzte mich mit ihm, um mehr über diesen demokratischen Supermarkt zu erfahren. Schnell wurden wir uns einig, dass wir darüber einen Dialog bei uns im Blog führen wollen. Gesagt getan…

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22 Apr: Menschenbild und Unternehmensdemokratie

Menschenbild: Hast Du ein Menschenbild? Oder genauer gefragt: Bist Du Dir dessen bewusst? Was macht uns Deiner Ansicht nach zu Menschen, zeichnet uns aus, unabhängig von sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen und -prägungen? Gibt es überhaupt solche transkulturellen Konstanten? Inwiefern spielt es Deiner Ansicht nach eine Rolle für Deine Entscheidungen und Handlungen? In welchem Verhältnis steht es zu Deinen persönlichen Werten?

CEOh! und die sieben Mitarbeitenden

10 Apr: Die Übersetzungsagentur. Das Märchen vom 5-Stunden Tag

5-Stunden Tag: Märchenstunde auf dem Blog der Unternehmensdemokraten? Hell no. Wir sind doch erwachsene, aufgeklärte Menschen. Märchen und Mythen erzählt man Kindern; die glauben jeden Sch…, die kleinen Dummköpfchen, haha! Doch aufgepasst. Die Story geht so: Wir leben seit über einem Jahrhundert mit einem Achtstundentag. Der Achtstundentag ist die Norm. Hell yes. Geht nicht anders. Denn alle Bestrebungen, die Wochenarbeitszeit von 40 Stunden zu verringern, sind im Wesentlichen gescheitert. Oder etwa doch nicht? Unser Märchen geht so: Es…

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04 Apr: Sind Unternehmen Diktaturen?

Unternehmensdiktatur: Was ich im Titel dieses Beitrags als kritische Frage verstehe, ist eine Behauptung der amerikanischen Philosophin Elisabeth Anderson. In ihrem 2017 veröffentlichten Buch “Private Regierung” ist sie zu diesem Ergebnis gekommen. Anderson ist keine ideologisch aufgeladene Spinnerin, sie studierte in Harvard, machte dort ihren Master und Ph.D. Neben Mitgliedschaften in diversen akademischen Gesellschaften wurde sie 2019 McArthur Fellow, ein jährlich vergebener Preis der McArthur Foundation für US Amerikaner, die sich besonders verdient gemacht haben und von denen…

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24 Mrz: Der Irrtum des Mancur Olson: Kollektives Handeln funktioniert.

Kollektives Handeln: Vor einer ganzen Weile erschien in der Reihe “Die Weltverbesserer” der Frankfurter Allgemeine ein Artikel über den Beinahe-Wirtschaftsnobelpreisträger Mancur Olson. Gleich im ersten Abschnitt war zu lesen, warum Olson so großartig gewesen sein soll: Mit nur 33 Jahren habe er das “bahnbrechende” Werk “Die Logik kollektiven Handelns” veröffentlicht. Das großartige dieses Buches habe darin gelegen, dass Olson die angeblichen Schwierigkeiten oder gar Unmöglichkeiten analysierte, “eine freiwillige Organisation für die Interessen der breiten Masse zu bilden” (Plickert 2014).

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02 Mrz: Paradoxien der Partizipation

Partizipation: Aus Sicht der meisten Befürworter:innen alternativer Arbeits- und Organisationsformen ist Partizipation eine gute Sache. Mit ihr werden oftmals verschiedene positive Eigenschaften und Effekte verbunden: Höhere Arbeitszufriedenheit, Innovationskraft und Mitarbeitendenbindung einerseits und beispielsweise eine Reduktion von Krankenständen andererseits. Das ist nicht per se falsch. Aber eben auch kein simpler mechanischer Mechanismus. Die Welt ist mal wieder nicht schwarz und weiß, sondern bietet viele Schattierungen dazwischen. Ein Ausflug in die Paradoxien der Partizipation.

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11 Feb: Wirtschaftswachstum: Zwänge und Alternativen.

Wirtschaftswachstum scheint das ewige Mantra zu sein. So ziemlich jedes Unternehmen will wachsen, manche mehr, manche weniger. Einmal gegründet, soll auf alle Lebenszeit die Kurve verschiedener Wachstumsindikatoren möglichst steil nach oben zeigen. Das provoziert wichtige Fragen: Müssen Unternehmen immer weiter wachsen? Welche Formen von Wachstum gibt es? Welche Kollateralschäden erzeugt das fortlaufend angestrebte Wachstum? Gibt es Alternativen? Vor allen anderen Fragen aber diese: Wie wollen wir die Klimakrise in den Griff kriegen, wenn wir dieses zentrale Merkmal unserer…

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18 Jan: Organisationale Nachhaltigkeit: Erfolgreicher mit Partizipation

Nachhaltigkeit: Größtenteils ist es mittlerweile unbestritten, dass wir alle zusammen kräftig in die Hände spucken müssen. Es gilt, die größten Schäden infolge der Erderwärmung, des Artensterbens, der Vermüllung und dergleichen mehr an Folgeschäden unseres Wirtschaftssystems möglichst weitgehend einzudämmen. Ein wichtiger Baustein neben zentralen Aufgaben wie der Mobilitätswende oder einer postindustriellen Landwirtschaft sind die Nachhaltigkeitsbemühungen in unseren Organisationen. Hier gibt es nun seit geraumer Zeit gute Nachrichten aus der Forschung.