Training

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Unternehmenssimulation mit einem unserer Kunden. ©Andreas Zeuch

Was Trainings leisten können

Schon seit Jahren werden Trainings immer kürzer – bei steigender Komplexität und Dynamik. Das ist absurd. Selbst zwei Trainingstage können nur ein erster Schritt sein – oder würdest Du erwarten, nach zwei Tagen Lauftraining ohne vorherige Lauferfahrung einen Marathon auch nur durchzuhalten? Oder bist Du nach einem eintätigen Blitzkurs im Geigespiel befähigt, auch nur Anfängeretüden sauber zu spielen? Wie soll man und frau also gut werden, ohne Zeit zu investieren, zu üben, Fehler zu machen, daraus zu lernen und so weiter? Deshalb spielen wir das nicht mit. Bei uns gibt es nur mindestens 2 tägige Trainings. Und auch das ist nur ein erster Schritt. Oder ein zweiter. Aber niemals der ganze Weg.

Methoden

Viele Wege führen nach Rom. Das gilt auch für Trainings. Deshalb nutzen wir alles Mögliche. Aber dreierlei gibt’s in irgendeiner Weise immer: Erfahrung, Reflexion und Begriffsklärung. Oft genug wird im modischen Wechsel hipper Methoden und Tools vergessen, dass unsere Sprache das mächtigste Werkzeuge ist, das wir haben. Umgekehrt ist mangelnde begriffliche Präzision oft eine Ursache für Misserfolge, wenn die verschiedenen Akteure ein unterschiedliches Verständnis haben. Oder ihnen sind die Implikationen bestimmter Begriffe nicht klar. Deshalb legen wir großen Wert auf ein professionelles Begriffsinstrumentarium:

Gedacht heißt nicht immer gesagt,
gesagt heißt nicht immer richtig gehört,
gehört heißt nicht immer richtig verstanden,

verstanden heißt nicht immer einverstanden, 
einverstanden heißt nicht immer angewendet,
angewendet heißt noch lange nicht beibehalten.

Konrad Lorenz

Sprache ist wichtiger als Scrum und Slack.
Andreas Zeuch

Themen

Bis heute bestehen eine Menge Missverständnisse, was Selbstorganisation bedeutet und wie sie im Rahmen einer Transformation erreicht werden kann. Dieser Workshop bietet für Führungskräfte und Mitarbeiter*innen einen Einstieg in die Welt selbstorganisierter Arbeit jenseits tayloristischer Trennung von Denken und Handeln, Planen und Ausführen.

Das Fundament ist eine erste gemeinsame Erfahrung im Rahmen einer komprimierten Unternehmenssimulation zu drei verschiedenen Formen der Ablauforganisation. Auf dieser praktischen Basis erkunden wir gemeinsam die wichtigsten Fragen zur Selbstorganisation:

  1. Unternehmenssimulation: 3 Ablauforganisationen, ihre Vor- und Nachteile.
  2. Selbstorganisation: Definition eines missverstandenen Konzepts
  3. Ist Selbstorganisation eine Frage der Reife?
  4. Die wichtigsten Säulen der Selbstorganisation
    1. Aufbau- und Ablauforganisation: Alternativen zur klassischen Hierarchie.
    2. Radikale Besprechbarkeit: Selbstorganisation gelingt nur, wenn Kommunikation gelingt.
    3. Konflikt- und Fehlerkultur: Aus dem Unvermeidbaren Chancen entstehen lassen.
    4. Hybride Organisationen: Umgang mit einem zentralen Spannungsfeld.
    5. Sichtbarkeit der Kultur: Passende Mitarbeitende findet erfolgreicher, wer sich zeigt.
  5. Anwendung: Ist Selbstorganisation ein lohnendes Ziel für die eigene Organisation?

Dieser Workshop richtet sich an alle, die Alternativen zur klassischen Aufbauorganisation kennenlernen wollen. Bis heute sind die meisten Organisationen immer noch so konstruiert, wie wir es alle kennengelernt haben: Mit einer traditionellen, formal-fixierten Hierarchie mit festen Leitungsstellen verbunden mit dem Recht, disziplinarisch tätig zu werden. Es ist kein Wunder, dass die erschlagende Mehrheit der Organisationen noch so aussehen, denn wir alle haben von Kindesbeinen an diese Organisationsform kennengelernt. Welche Alternativen gibt es?

  1. Der organisationale Archetyp: Von der Wiege bis zum Bare – Formulare, Formulare.
  2. Alternativen
    1. VSM: Das große Rahmenwerk
    2. Soziokratie: Die Mutter der Kreisorganisationen.
    3. Holacracy: Die kommerzielle Version des niederländischen Originals.
    4. Soziokratie 3.0: Die agile Weiterentwicklung der Soziokratie.
    5. Pfirsichmodell: Die Kreisversion des Beyond Budgeting.
  3. Grenzen alternativer Organisationsformen: Das Gesellschaftsrecht.
  4. Experimentelle Anwendung: Welches Modell könnte für die eigene Organisation passen?

Selbstorganisation beginnt mit der Führung der eigenen Person. Schließlich gilt: Jede einzelne Führungskraft und alle einzelnen Mitarbeiter*innen sind die kleinsten Einheiten innerhalb einer Organisation. Die meisten von uns haben im Rahmen ihres Bildungswegs aber nur bedingt gelernt, wie sie sich selbst effektiv und effizient führen können. Das ist kein Zauberwerk, aber es bedarf der Auseinandersetzung mit einigen zentralen Aufgaben.

  1. Vision und Werte: Verortung und Passung zur Organisation
  2. Eigene Muster: Selbstführung basiert auf der Kenntnis eigener psychologischer Muster.
  3. Talente und Leidenschaft: Großes entsteht in der Schnittfläche von Können und Wollen.
  4. Netzwerk: Je besser jeder vernetzt ist, desto gelungener die Selbstorganisation.
  5. Methoden, Prozesse und Strukturen: Das Handwerkszeug für die eigenen Aufgaben.
  6. Erfolg und Mehrwert: Wie und woran wird der individuelle Erfolg gemessen?
Zur Verbesserung der Zusammenarbeit werden Mitarbeiter*innen von ihren Vorgesetzten gerne zu Kommunikationstrainings geschickt. Alternativ werden neue technische Hilfsmittel eingeführt, die Silogrenzen überwinden helfen sollen. Oftmals passiert dadurch erst einmal: fast nichts. Dieser dreitägige Workshop setzt andere Schwerpunkte. Er nimmt die Wurzel (lat.: radix) erfolgreicher Zusammenarbeit in den Fokus: das Individuum mit seinen Grundhaltungen und Fähigkeiten. Das Format richtet sich an Führungskräfte und Mitarbeiter*innen und vermittelten ihnen mit vielen erfahrungsbasierten Elementen, welchen Einfluss eigene Annahmen, blinde Flecke und ein gesellschaftlich antrainiertes Streben nach (faulen) Kompromissen auf Unternehmenskulturen haben. Durch den Blick darauf, wie es anders geht, entstehen neue Energie und Lust auf die Zusammenarbeit im Team – eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg von Organisationen in Zeiten wachsender Komplexität und konstanter Veränderung. Der Workshop kann sowohl als offenes Format wie auch als Inhouse-Format für bestehende Teams / Führungskreise durchgeführt werden. Folgende Bausteine stehen im Fokus:
  1. Fünf zentrale Kompetenzen für erfolgreiche Zusammenarbeit
    – Kooperationsbereitschaft
    – Aufrichtigkeit
    – Selbstverantwortung
    – Selbstkenntnis
    – Interessensbasierte Problemlösung
  2. Umgang mit persönlichen Abwehrstrategien bei sich selbst und anderen
  3. Unterschiedliche zwischenmenschliche Präferenzen nach der FIRO-Theorie
  4. Effektive Strategien zur Herstellung echter Win-Win-Lösungen
  5. Entwickeln konkreter Ansätze für die Verbesserung der Zusammenarbebit im eigenen Team / in der eigenen Organisation

Die meisten wichtigen Entscheidungen in Organisationen werden heute noch so getroffen wie vor hundert Jahren. Topdown durch das Topmanagement und die Führungskräfte darunter. Wenn mal gemeinsam entschieden wird, dann meistens ebenfalls reichlich antiquiert in einem simplen Konsens- sprich Mehrheitsverfahren. Es gibt aber längst erprobte, äußerst effektive und effiziente Entscheidungsverfahren für unterschiedliche Entscheidungssituationen, die nicht nur schneller sind, sondern sogar nachhaltig bessere Ergebnisse liefern. Dieser Workshop liefert die Grundlagen.

  1. Unternehmerisches Entscheiden: EntscheidungsKompetenz, -Kultur und -Design.
  2. Drei Schritte: Entscheidungsvorbereitung, Entscheidung und Umsetzung
  3. Alternative Entscheidungsprinzipien
    1. Umkehrbarkeit von Entscheidungen
    2. Gangbarkeit vor Perfektion
    3. Primat des besseren Arguments
  4. Überblick über alternative Entscheidungsmethoden
  5. Erste Schritte: Konsent und Systemisches (Online) Konsensieren

Selbstorganisation gelingt nur dann nachhaltig, wenn nicht nur passende Entscheidungsmethoden gewählt werden, sondern diese auch noch so professionell wie möglich angewendet werden. Und genau daran mangelt es immer wieder. Deshalb taucht dieser Workshop tiefer in die Welt alternativer Entscheidungsmethoden ein. Wir untersuchen und klassifizieren gemeinsam verschiedene Entscheidungsszenarien aus dem eigenen Arbeitsalltag, um sich die verschiedenen Methoden in einer anschließenden Simulation besser anzueignen.

    1. Entscheidungstypen: Entscheiden ist nicht gleich Entscheiden.
    2. Neue Instrumente und Vertiefung bekannter Methoden
      1. Dialog als Entscheidungsvorbereitung
      2. Konsultativer Einzel- und Gruppenentscheid
      3. Konsent / integrative Entscheidungsfindung
      4. Systemisches (Online) Konsensieren
      5. Nominierungen, Wahlen und Losverfahren
    3. Typologisieren: Mitgebrachte Entscheidungen klassifizieren
    4. Walk the Talk: Anwendung der Methoden auf reale Situationen
    5. EntscheidungsDesign: Welche Methoden passen zu meiner Organisation

Trotz vier Jahrzehnte empirischer Forschung hat es sich immer noch nicht in der Wirtschaft herumgesprochen: Wir entscheiden nicht alleine rational. Das macht nur die Phantasiegestalt des Homo oeconomicus. Wir echten Menschen sind bei jeder Entscheidung auch durch unsere Emotionen und unsere Intuition beeinflusst. Und zwar massiv. Dabei gilt: Wir können diese Aspekte gar nicht vollkommen ausblenden, was sowieso nicht wünschenswert ist. Denn Intuition kann äußerst hilfreich sein. Allerdings haben die Kritiker der Intuition insofern Recht, als dass uns Intuition auch auf den Holzweg schicken kann. Intuition ist keine heilige Kuh. Es gilt einen professionellen Umgang mit der Intuition zu entwickeln.

  1. Die eigene Intuition erleben.
  2. Entmystifizierung. Wissenschaftliche Erklärungsmodelle.
  3. Referenzerfahrungen mit der eigenen Intuition
  4. Training professioneller Intuition
    1. Wahrnehmung: Innen- und Außenwelt
    2. Läuterung durch Feedback
    3. Gruppenintuition
    4. Improvisation zum Training
    5. Intuitionsfallen und wir sie zu umgehen sind
  5. Kommunikation intuitiver Entscheidungen

Wir sind gerne für Euch da:

kontakt@unternehmensdemokraten.de

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