Die Bezugsebene Mensch in der Purpose-Diskussion (Teil 3)

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Die Bezugsebene Mensch in der Purpose-Diskussion bezieht neben psychologischen Facetten, die bereits im Teil II Was ist Sinn? Herkunft und (moderne) Konzepte. besprochen wurden, nun auch soziologische Perspektiven mit ein und eröffnet dadurch mögliche Zugänge, die uns Strukturen und Hintergründe näher bringen. Welche Aspekte lassen sich benennen und was muss mensch verstehen, um individuelle Bedürfnisse oder auch Muster der Zerrissenheit zu verstehen? Wäre da letztlich nicht der vermeintliche Managementtrend, der zumindest von bösen Zungen postuliert wird und an vielen Stellen die Realität bestätigt: Purpose ist hip, Purpose ist Marketing. Aber wie bei vielen und so einigen Trendthemen, gibt es tatsächliche konkrete Anhaltspunkte. Mensch muss nur bereit sein, den Blick dahinter zu wagen. Willkommen zur Purpose-Reihe Teil III – wir sind mittendrin!

„Ein sonderbarer Wahnsinn überwältigt die Arbeiterklassen der Länder, in denen die kapitalistische Zivilisation herrscht. Dieser Wahnsinn beschwört Einzel- und Massenelend herauf, das die traurige Menschheit seit zwei Jahrhunderten peinigt. Dieser Wahnsinn ist die Arbeitsliebe, die morbide, leidenschaftliche Arbeitssucht, die bis zur Erschöpfung der Lebenskräfte des Einzelnen und seiner Nachkommen getrieben wird.“ (Lafargue 2013, 11)

Die attestierte Arbeitsliebe von Lafargue, Arzt und Sozialist, aus dem Jahre 1880, kann auch gegenwärtig beschrieben und formuliert werden. Dabei liegt der Fokus auf der Bedeutung der Arbeit für die Identität des Menschen sowie auf den entscheidenden Faktor für die Definition von Lebenssinn (vgl. Schnell 2016, 152).

Gleichzeitig lassen sich Entwicklungstendenzen beobachten, welche diese Ausgangssituation in Frage stellen. Im Hinblick auf den Wertewandel und auf die Individualisierung, als gesellschaftlichen Trend, wird die Erwerbsarbeit zunehmend stärker in Frage gestellt, zumindest was den Grad der Bedeutung für die Menschen betrifft. Aber selbst diese Wahrnehmung lässt sich auch wieder in Frage stellen. Die Individualisierung und der Wertewandel weisen dabei noch auf andere Lebensbereiche sowie Aspekte des Menschen hin, welche die Dominanz der Erwerbsarbeit in der Lebenswirklichkeit in Frage stellen. Insbesondere durch die Generation Y wird der Ruf nach der Umgestaltung der Arbeitsbedingungen lauthals postuliert. (Vgl. Klös et al. 2016, 12) Weiterhin lassen sich auch Berufswechsler beobachten, die sich in Zukunft einer sinnvollen Beschäftigung widmen möchten und ihrer alten Tätigkeit auf diesem Weg den Rücken kehren (Schnell 2016, 153). Als nächste Ausprägung lässt sich dann das soziale Unternehmertum beschreiben, die durch Innovationen sowohl soziale als auch ökologische Herausforderung zu lösen versucht. Dieser Zweig etabliert sich u.a. durch die weitläufig bekannte Bezeichnung des Social Entrepreneurships. (Faltin 2008)

Diese angerissenen Trends sowie Veränderungen zeigen einen verstärkten Ruf nach Sinn- und Sinnorientierung im Bereich der Arbeitssubjekte, aus denen sich eine ursprünglich intrinsische Motivation beschreiben lässt, die für sich eine neue und andere Definition eines guten Lebens oder eines guten Arbeitslebens gefunden hat, als Generationen zuvor. Auf der anderen Seite lassen sich Entwicklungen beschreiben, bei denen weniger das gute Leben im Fokus steht als vielmehr die Irritation durch das Gefühl von Ungerechtigkeiten: Dabei liegt das Augenmerk unter anderem auf prekären Beschäftigungsverhältnissen, der steigenden Tendenz von Burnout-Zahlen sowie auf dem Themenfeld der inneren Kündigungen.

Die Bezugsebene Mensch soll genau diese individuellen Beweggründe, Veränderungen und Entwicklungen betrachten, um das Individuum als einen Aspekt der Sinnorientierung in den Fokus zu rücken, neben gesellschaftlichen und unternehmerischen Blickwinkeln, die in den nächsten zwei Beiträgen besprochen und angerissen werden.

Singularisierung und Sinn in der Arbeitswelt

Zunächst soll an dieser Stelle der Soziologe Andreas Reckwitz angeführt werden, der unsere Gesellschaft als Gesellschaft der Singularitäten beschreibt. Dabei skizziert er auch für die Arbeitswelt eine deutliche Darstellung von Strukturen, Veränderungen sowie Ausprägungen. Auf diesem Weg nimmt Reckwitz insbesondere Bezug auf die Arbeitssubjekte. Dieses Subjekt wird in der Wissens- und Kulturökonomie geformt und formt sich weiterhin auch selber. Dabei lässt sich die intrinsische Motivation als sehr zentrales Element beschreiben. (Vgl. Reckwitz 2017, 201) Wenn bis dato die Industriegesellschaft noch auf Aspekte wie Leistung, Stelle und Qualifikation gesetzt hat „(…) basiert das postindustrielle Arbeitssystem auf den Kriterien von Kompetenz/Potenzial, Profil und Performanz.“ (Ders.) Dabei reicht es für Mitarbeitende nicht mehr nur in der Rolle als Arbeitskraft Teil der Arbeitswelt zu sein; schon an dieser Stelle wird deutlich, wie wichtig der Mensch als ganzheitliches Wesen gefordert wird. Gleichzeitig wird diese Ausprägung auch von der Arbeitnehmerseite gefordert, die nicht nur die Arbeitskraft im Blick hat, sondern auch „(…) kreative Individuen, die ihr Potential ausschöpfen und ausleben [wollen].“ (Ders., 203)

Die Singularisierung in der Arbeitswelt entwickelt sich also von beiden Seiten: „Fremdsingularisierung und Selbstsingularisierung verzahnen sich so miteinander.“ (Ders.) Weiterhin verändern sich auch die Anforderungen an die Subjekte grundlegend; wo es bis dahin insbesondere um formale Qualifikationen ging, um eingestellt zu werden und dann entsprechende Aufgaben einer konkreten Stelle und Stellenbeschreibung auszuführen, werden heute insbesondere informelle Kompetenzen erwartet. Diese müssen zu den formalen Qualifikationen ebenfalls erfüllt werden, dazu zählen beispielsweise Kreativität, unternehmerisches Denken und Handeln wie Begeisterung für Neues. (Vgl. ders., 204) An dieser Stelle führt Reckwitz weiter aus, wie Hobbys, private Aktivitäten und auch entsprechende Erfahrungen, die auf dem ersten Blick nichts mit der Rolle in der Organisation zu tun haben, für das Arbeitssubjekt jedoch unverzichtbar sind. An dieser Stelle wird die Performanz deutlich, die fernab von fachlichen Qualifikationen vollzogen und für den Anteil der Inszenierung bedeutsam wird. Dabei ist auch auf die Kohärenz dieser Aktivitäten zu achten, denn sprunghafte Aktivitäten ohne eine stringente, erkennbare Richtung, sind dabei (von Seiten der Arbeitgeber) nicht erwünscht und auch nicht gemeint. (Vgl. ders, 205f.)

Durch die Singularisierung, die Performanz und durch den starken Fokus auf den Menschen in seiner persönlichen Ganzheitlichkeit (denn ohne diese kann er vielen geforderten Anforderungen fast nicht mehr gerecht werden) eröffnet Reckwitz das Bild aus der Kunst, in welchem Talente beschrieben werden, bei denen die Neuen über ein Casting aufgenommen werden und diese auch ein Publikum haben, denen Performanz und nicht Leistung entgegengebracht werden muss. Dabei kommt es zu einer Kultur des Erfolgs und nicht der Leistung, in welcher es um die Darstellungen durch Aufführungen geht (vgl. ders., 206ff.):

„Die in diesem Sinne gelingende, weil vor dem Publikum erfolgreiche Performanz ist in dessen Augen singulär. Eine Leistung kann gut, ja sogar überdurchschnittlich gut sein – eine Performanz hingegen kann einzigartig und darin außergewöhnlich erscheinen. Die Valorisierung der besonderen, sogar außergewöhnlichen Performanz hat als Kehrseite die Entwertung des lediglich Durchschnittlichen.“ (ders., 209)

Diese kurze Darstellung der Ausführungen von Reckwitz, beschreiben die Dynamiken und Strukturen der modernen Arbeitswelt sehr anschaulich. Für den Menschen ergeben sich gegenwärtig in diesen Strukturen ganz andere und neue Herausforderungen. Die größte davon beschreibt er mit der Begrifflichkeit des „(…) Künstlerdilemma[s] (…)“, wobei die Orientierung zwischen dem Werk, also der Person selber, und dem Markt hin und her gerissen ist. Dabei geht es insbesondere um die tief verankerten Wünsche sowie Kompetenzen des Subjekts und die Passung zu den gewünschten Ausprägungen auf dem Arbeitsmarkt. Im schlimmsten Fall bleibt das Subjekt entweder hinter den eigenen Möglichkeiten zurück oder muss ertragen, wenn der Erfolg, aufgrund der Konzentration auf die eigene Persönlichkeit, ausbleibt. (Vgl. ders., 2017f.) An dieser Stelle schlägt Reckwitz selber den Bogen zu der Frage nach dem Lebenssinn bzw. greift die mögliche Zerrissenheit der Gegenwartsstrukturen auf, welche die Frage nach der Sinnorientierung auslösen kann:

„Die Kulturalisierung der Arbeit mit ihrer identifikatorischen Aufladung als Hauptquelle von Lebenssinn und Befriedigung, steigert nicht nur die intrinsische Arbeitszufriedenheit, sondern bewirkt zugleich eine typisch spätmoderne Tendenz zur Selbstausbeutung.“ (Ders., 218 nach Hochschild (2002), Diederichsen (2010) und Flaßpöhler (2011))

Hier verdeutlicht sich die Doppeldeutigkeit der Arbeit für das Arbeitssubjekt der Modernen: Es ist sowohl die Quelle von Lebenssinn als auch die Quelle einer möglichen Selbstausbeutung. Solange die Dynamiken auf den Lebenssinn einzahlen, muss die Sinnorientierung nicht aktiv angesteuert werden. Auf der Ebene der Selbst-ausbeutung stellt sich die Frage nach der Sinnorientierung, wenn die Dynamik der Selbstausbeutung bewusst wird und dadurch nicht mehr auf den Lebenssinn eingezahlt werden kann. Aufgrund einer dadurch möglichen Zerrissenheit kann der Ruf nach der Sinnorientierung an Relevanz gewinnen bzw. rückt diese in den Fokus. Bei Reckwitz ergibt sich zusammengefasst „(…) das Risiko, dass die Arbeit selbst keine Grenze mehr kennt und dem Selbst aufgrund der mangelnden Distanz zwischen beruflicher Selbstverwirklichung und persönlicher Identität kein Rückzugsraum mehr bleibt.“ (Ders., 219) Soviel zur individuellen Perspektive.

In Bezug auf einen gesellschaftlich-individuellen Blick, formuliert Reckwitz drei Aspekte, welche auf die Perspektive der Gerechtigkeit einzahlen und strukturelle Besonderheiten hervorheben, die sich u.a. aus den o.g. Beobachtungen ergeben:

  1. Die gleichen formalen Qualifikationen führen nicht zum gleichen Markterfolg. (Vgl. ders., 220)
  2. Der Arbeitseinsatz und der daraus resultierende Erfolg sind nicht mehr miteinander gekoppelt. (Vgl. ders., 220) Hier ist m.M.n. sowieso fraglich, ob es jemals zwingend eine entsprechende Kopplung gab oder welche dabei insbesondere die Lotterie des Lebens eine wesentliche Rolle spielt und gespielt hat.
  3. Der Unterschied zwischen Gewinnern und Verlierern erscheinen in der Außenperspektive nur marginal. (Vgl. ders., 220)

Entscheidend für die Perspektiven und deren Betrachtung ist der Unterschied zwischen objektiver Leistung und subjektiver Performanz gegenüber einem Publikum. U.a. durch diese Aspekte der empfundenen Ungerechtigkeit kommt es nach Reckwitz zu ganz unterschiedlich neuen Tendenzen, welche durch diese Form der Performanzökonomie gefördert werden: „Eitelkeit angesichts des eigenen Erfolgs, Neid wegen des Erfolgs anderer, Minderwertigkeitsgefühle sowie das Gefühl, nicht genug Anerkennung zu erhalten oder vollständig versagt zu haben.“ (Ders., 221) Mit neu scheint dabei wohl ein entsprechendes Ausmaß gemeint zu sein, die Ausprägungen an sich haben keinen Neuigkeitswert. Weiter befeuert werden diese o.g. Tendenzen durch die Unsicherheit des Bühnenerfolgs: Egal wie sehr an der eigenen Singularisierung gearbeitet und sie vermeintlich an den Markt angepasst wird, es gibt keine Garantie für einen damit verbundenen Erfolg – wie es ihn auch noch nie gab. Zudem gibt es im Hinblick auf diese Marktstrukturen aber auch keine Toleranz für Subjekte, die diese Dynamiken der Performanz, der Singularisierung sowie der Informalisierung nicht beipflichten. (Vgl. ders., 222f.)

Zusammenfassend und im Hinblick auf diese Performanzökonomie und der creative economy, ist die Sinnorientierung höchst relevant, um sich entweder den Weg raus oder in ein solches System zu ebnen, welches den Menschen in seiner ganzheitlichen Form und Ausprägung einnimmt. Dabei steht die Frage im Raum, inwiefern ein entsprechendes Denken und Handeln zu den Dimensionen des eigenen Lebenssinns passt oder eben auch nicht und dann womöglich zu einer entsprechenden Sinnkrise führen könnte, aufgrund einer spürbaren Entfremdung vom eigenen Selbst und dem eigenen Handeln. Als dritte Alternative ist das Gleichgewicht zu nennen, das durch die Kenntnisse der eigenen Sinndimensionen ermöglicht wird: durch die Kenntnisse über das Selbst und die damit verbundene, angestrebte Ausrichtung. Wenn dabei das Zusammenspiel und die Dynamik der Performanzökonomie reflektiert werden kann, sind Menschen diesen Strukturen und Eigenschaften nicht ausgeliefert, die Strukturen werden eher nutzbar und für den Einzelnen im Idealfall bewusst steuerbar, wobei die Beantwortung der Frage nach dem Sinn eine wesentliche Rolle spielen kann, um sich die Dimensionen des Selbst zu vergegenwärtigen.

Resonanz und Entfremdung – auch in der Arbeitswelt!

An dieser Stelle liegt die Verknüpfung zu dem Soziologen Hartmut Rosa nahe, der durch sein Konzept der Resonanz (Rosa 2016) auch die Entfremdung im Blick hat, die für ihn den entsprechend gegenteiligen Zustand zum Begriff der Resonanz darstellt. Außerdem bezieht er sich dabei ganz konkret auf das Arbeiten, die Transformation der Arbeitswelt sowie auf die „(…) Arbeitsbeziehungen (…)“ (Rosa 2016, 398) und die damit verbundenen gegenwärtigen Konflikte. (Vgl. ders.) Hierbei bringt er in den Fokus, dass es dabei nicht nur um Aspekte der Bezahlung geht oder um Arbeitsbedingungen, sondern auch um das „(…) Verlangen, die stoffliche Resonanzbeziehung gegen die unterminierenden Imperative der Ökonomisierung zu verteidigen.“ (Ders.) Dabei geht es Rosa explizit um „(…) den inneren Kontakt und Bezug zur Tätigkeit (…)“ (ders., 399); gemeint sind hier insbesondere handwerkliche Tätigkeiten mit konkreten Materialitäten (Stoffe). (Vgl. ders., 393 ff.) Wieder Zitate, die man sich durch ihre Tiefe und weite Tragweite auf der Zunge zergehen lassen sollte.

Um diese Beschreibung in die Worte der Sinnorientierung zu überführen, geht es dabei um das Gefühl der Bedeutsamkeit sowie das Gefühl der Kohärenz, im Hinblick auf das eigene Tun sowie Erleben dabei. Weiter lässt sich an dieser Stelle auch das menschliche Bedürfnis nach Beziehung konkreter fassen und fokussieren, also während der Arbeit nicht nur von der Ökonomie getrieben zu sein, sondern auch soziale Beziehungsaspekte bewusst zu erleben (Anerkennung, Kommunikation, Austausch, Erholung) – alles sehr augenscheinlich und durch viele Studien belegt, wird nur leider immer wieder ignoriert. Wenn diese Aspekte ausbleiben, fehlt es an Resonanz und einer Resonanzbeziehung in Bezug auf die Resonanzachse Arbeit. Resonanz definiert Rosa wie folgt:

„Resonanz ist eine durch Affizierung und Emotion, intrinsisches Interesse und Selbstwirksamkeitserwartung gebildete Form der Weltbeziehung, in der sich Subjekt und Welt gegenseitig berühren und zugleich transformieren. Resonanz ist kein Echo-, sondern eine Antwortbeziehung; sie setzt voraus, dass beide Seiten mit eigener Stimme sprechen, und dies ist nur dort möglich, wo starke Wertungen berührt werden. Resonanz impliziert ein Moment konstitutiver Unverfügbarkeit. Resonanzbeziehungen setzen voraus, dass Subjekt und Welt hinreichend geschlossen bzw. konsistent sind, um mit je eigener Stimme zu sprechen, und offen genug, um sich affizieren oder erreichen zu lassen. Resonanz ist kein emotionaler Zustand, sondern ein Beziehungsmodus. Dieser ist gegenüber dem emotionalen Inhalt neutral. Daher können wir traurige Geschichten lieben.“ (Rosa 2016, 298)

Dramatisch kann dieser Verlust in der Arbeitswelt für Betroffene eben genau dann werden, wenn keine anderen Achsen ausgeprägt sind, die als Resonanzquellen (Ehrenamt, Musik, Freunde, Familie) dienen könnten. (Vgl. ders., 400) Für viele Menschen lässt sich die Erwerbsarbeit als starke und dominante Quelle von Lebenssinn beschreiben, in die sowohl Zeit, Ressourcen als auch Prioritäten in hohem Maße investiert werden. Dadurch werden oftmals andere Sinnquellen nicht beachtet, beispielsweise aufgrund fehlenden Interesses oder auch aufgrund fehlender Ressourcen.

„Denn im Allgemeinen ist die Berufsarbeit für viele Arbeitstätige bedeutsam und Quelle von Sinn und persönlichem Wert in der Gesellschaft. Die Erfahrung, etwas Sinnvolles für die Organisation bzw. für die Gesellschaft zu leisten, ist trotz der Tatsache, dass die Bedeutung der Arbeit interindividuell variiert, wichtig.“ (Kirchler 2011, 801 nach Rehwaldt 2017, 100)

Durch die Dominanz der Erwerbsarbeit merkt Rosa weiterhin an, wozu Probleme bzw. der Verlust der Arbeit bei den betroffenen Menschen führen kann: Nicht bloß zum Ausbleiben des Einkommens, sondern auch zum Verlust einer wesentlich, sozialen „(…) Resonanzphäre (…)“ (Rosa 2016, 401) und damit zu einer „(…) Angst vor einem Weltverlust (..)“. (Ders.) Dabei geht Rosa noch weiter und deutet – durch das große Versprechen des Resonanzerlebens – die Arbeit als „(…) Resonanzhafen (…)“ (ders.), ähnlich wie Familien eine solche Konzeptualisierung darstellen. Die Hoffnung nach entsprechender Resonanz wird oftmals auch ganz bewusst weg von der Familie und hin zum Unternehmen verlagert, in welchem zudem die Erfahrung nach Selbstwirksamkeit gesucht wird. Dadurch erklärt sich die Bereitschaft zu Mehrarbeit, ohne dabei negative Emotionen zu empfinden. (Vgl. ders., 402) Wenn all diese Beziehungsmodi abbrechen, verloren gehen oder zu diesen keinerlei Verbindungen mehr aufgebaut werden können, ist die Entfremdung das entsprechend zu beschreibende Ergebnis dieser Ausgangssituation:

„Entfremdung bezeichnet eine spezifische Form der Weltbeziehung, in der Subjekt und Welt einander indifferent oder feindlich (repulsiv) und mithin innerlich unverbunden gegenüberstehen. Daher kann Entfremdung auch als Beziehung der Beziehungslosigkeit (Rahel Jaeggi) bestimmt werden. Entfremdung definiert damit einen Zustand, in dem die Weltanverwandlung misslingt, so dass die Welt stets kalt, starr, abweisend und nichtresponsiv erscheint. Resonanz bildet daher das Andere der Entfremdung – ihren Gegenbegriff. Depression/Burnout heißt der Zustand, in dem alle Resonanzachsen stumm und taub geworden sind. Man hat beispielsweise Familie, Arbeit, Verein, Religion etc., aber sie sagen einem nichts: Es findet keine Berührung mehr statt, das Subjekt wird nicht mehr affiziert und erfährt keine Selbstwirksamkeit. Welt und Subjekt erscheinen deshalb gleichermaßen als bleich, tot und leer.“ (Rosa 2016, 316)

Für Rosa ist der Sinnverlust weder Voraussetzung noch Ursache, jedoch beschreibt er diesen als „(…) Begleiterscheinung, [als] ein Element von Entfremdung (…)“. (Ders., 303) Den Burnout beschreibt er als „(…) radikale Form der Entfremdung (…)“ (ders., 308). Auf die steigenden Burnout-Zahlen sowie das Thema der inneren Kündigung in Organisationen sowie auf die damit verbunden Zusammenhänge zur Sinnorientierung, wird später Bezug genommen.

Die Krise der Lebensweise

Um an dieser Stelle den Menschen in seiner gesamtheitlichen Perspektive im Hinblick auf seine Lebensweise in den Blick zu nehmen, attestiert Rosa dem Menschen in der Gesellschaft eine Krise der Lebensweise (Rosa 2012), in dem er unterschiedlichste Thesen anführt, die nur auszugsweise angeführt sowie skizziert werden, die aber direkt Bezug zur Bedeutung der Sinnorientierung für den Menschen aufweisen, aufgrund der damit einhergehenden Entfremdungstendenzen:

  • Modernethese: Um den aktuellen Lebensstatus beibehalten zu können, gilt es einem Steigerungszwang zu folgen: Innovation, Beschleunigung und Wachstum mit Folgen für die Lebenserfahrung, die Orientierung im Leben als auch die Art und Weise des Lebens. (Vgl. Rosa 2012, 1)
  • Fortschrittsthese: In Zukunft bleibt die Erwartung aus, den nachfolgenden Generationen ein besseres Leben zu versprechen, wie es viele Generationen bis dato getan haben. Vor uns liegt kein verheißungsvolles Ziel, auf welche zugelaufen, sondern vielmehr eine Katastrophe, vor welcher weggelaufen wird. (Vgl. Ders.)
  • Erste Autonomiethese: In der Vergangenheit wurden Autonomiespielräume gewonnen, um sich selber zu verwirklichen. In der Gegenwart und Zukunft ist eine Lebensweise relevant, welche die Steigerungsfähigkeit beibehalten kann, fernab von Spielräumen der Autonomie. (Vgl. ders., 2)
  • Zweite Autonomiethese: Autonomiegedanke als Täter, nicht nur als Opfer. Resonanzerfahrung sowie -verlangen als zentrales Gegenmittel: Ziellose, resonanzlose Options-Vermehrung geht nicht unbedingt mit Lebensqualität einher. Qualität statt Quantität als Relevanzfaktor. (Vgl. ders.)
  • Burnout- und Entfremdungsthese: Laufen, laufen, schneller laufen und noch schneller laufen – nur um den status quo zu erhalten. Burnout nicht aufgrund Geschwindigkeit und Masse, vielmehr als Ursache aufgrund fehlender Resonanz- sowie Zielgefühle. Unendliche Kette an Schritten mit ausbleibendem Ziel. Fehlende intrinsische Motivation, fehlende Sinnerfüllung, fehlende persönliche Interaktionen sowie Beziehungen. (Vgl. ders., 3f.)
  • Surfer-, Drifter- und Terroristenthese: Alternative Lebensführung neben dem Burnout:
    • Surfer: Sprung von Kamm zu Kamm, um auf der Welle zu bleiben, irgendwie am Ball zu bleiben (vgl. ders. 4),
    • Drifter: schafft es nicht auf der Welle zu bleiben, dieser wird unkontrolliert hin- und her geschleudert (vgl. ders. 4),
    • Terroristenthese: Annahme einer fundamentalistischen Identität (politisch oder religiös), um sich Orientierung und Stabilität zu verschaffen. (Vgl. ders. 4f.)

Die Krise der Lebensweise charakterisiert Rosa nicht ausschließlich durch Erfahrungen in der Arbeitswelt, dennoch zeigen die Thesen und Ausführungen von Rosa sowie die Beschreibungen von Reckwitz, welchen Dynamiken und Ausgangssituation der Mensch grundsätzlich ausgesetzt ist.

Die Ursachen für Entfremdungstendenzen wie Burnout sind vielfältig und lassen sich an dieser Stelle nicht verallgemeinern oder eindeutig beschreiben. Der Fokus auf diese Aspekte liegt in der Ausprägung begründet, welche Bedeutung die Arbeit für den Lebenssinn von Menschen einnimmt. Die o.g. Ausführungen von Reckwitz beziehen sich dabei sehr stark auf die Singularisierung der Arbeitswelt; die Aspekte lassen sich aber auch problemlos auf die Gesamtgesellschaft übertragen und beziehen, was er in seinem Werk und der gesellschaftlichen Strukturbeschreibung auch intendiert. Dabei lassen sich weiter die Auswirkungen nicht nur auf den Menschen in seiner Arbeitswelt beziehen, sondern auch im Hinblick auf den Menschen als gesellschaftliches Systemelement. Diese Dimension wird durch die Ausführungen von Rosa untermauern. Die damit einhergehenden Tendenzen lassen sich also grundsätzlich auf den Menschen beziehen hinsichtlich seines Lebens in beiden Bezugssystemen (Gesellschaft und Organisation).

Lebenswelten in Zeiten der Individualisierung

Durch die Annahmen und Herausforderungen, auch mit voranschreitender Individualisierung, lässt sich ein starker Subjektbegriff zusammenfassen. Das Subjekt unterliegt also keiner kollektiven Unterwerfung, es ist individuell, stark und kann dadurch auch erst eine entsprechende Singularisierung herausbilden, wie Reckwitz bereits ausführlich dargestellt hat. Durch diesen starken Subjektbegriff ist der Mensch zwar einerseits autonom, gleichzeitig aber auch nur im Rahmen der Bezugssysteme, in denen er sich auslebt, lebt und verwirklichen möchte. Dabei lässt sich für den Blick in das Innere eine entsprechende Freiheit beschreiben, die dann aber auch wieder die Orientierung selber herbeiführen muss. Selbiges lässt sich für die Außenwelt beschreiben, in der das Subjekt einer entsprechenden Freiheit ausgesetzt ist. An dieser Stelle kann auch erneut auf das Künstlerdilemma von Reckwitz verwiesen werden: Orientiert sich der Mensch an seiner inneren oder äußeren Welt? Für die Außenwelt lässt sich folgende Perspektive anführen, die das Erleben des Menschen beeinflusst, sowohl in seiner Arbeits- als auch in seiner sonstigen Lebenswelt:

„Im Jahr 1016 war es relativ einfach, Prognosen darüber abzugeben, wie Europa im Jahr 1050 aussehen würde. (…) Im Jahr 2016 hingegen haben wir keinerlei Vorstellung davon, wie Europa im Jahr 2050 aussehen wird. Wir können nicht sagen, welche Art von politischem System es haben wird, wie der Arbeitsmarkt aufgebaut sein wird, und noch nicht einmal, über welche Art von Körper seine Bewohner verfügen werden.“ (Harari 2017, 85)

Für Zygmund Bauman geht mit dieser Ungewissheit über die Zukunft eine Angst einher, welche den Menschen in seiner Gegenwart beeinflusst und somit das Gefühl der Unsicherheit verstärkt.

„Es sind jedoch die Unsicherheit der Gegenwart und die Ungewissheit der Zukunft, die die überwältigendsten und unerträglichsten unserer Ängste hervorrufen. Diese Unsicherheit und diese Ungewissheit wiederum haben ihren Ursprung in einem Gefühl des Ausgeliefertseins.“ (Bauman 2016, 43)

An dieser Stelle bündeln sich grundsätzliche Herausforderungen für den Menschen in der gegenwärtigen Gesellschaft. Dabei lässt sich das Akronym VUCA sowohl auf die Arbeits- als auch auf die restliche Lebenswirklichkeit des Menschen beziehen. Das Akronym beschreibt zusammenfassend Instabilität, Unsicherheit, Komplexität wie auch fehlende Eindeutigkeit: für Märkte und Organisationen sowie insbesondere für die Akteure und den Menschen. Dabei trifft VUCA den Menschen in seiner Ganzheitlichkeit, weit über die Grenzen der Arbeit hinaus. Wie bereits soziologisch ausgeführt, kann Arbeit als Identitätsbaustein beschrieben werden. Wenn in früheren Ausprägungen die Arbeit und das Privatleben getrennt betrachtet werden konnten, wurden bei einer Sinnkrise in einem der Bereiche nicht auch gleichzeitig der andere Bereich tangiert. Dieser Umstand verändert sich zunehmend durch das Auflösen der strikten Unterscheidungs- sowie Trennung der zwei Lebens- und Identitätsbereiche.

Als weitere Bestandteile und letzte Befunde im Hinblick auf die Relevanz der Sinnorientierung, lassen sich weiter die innere Kündigung (vgl. Schmitz et al. 2002) und die Rate der Burnout-Diagnosen anführen (Sinnverlust ruft Burnout-Empfinden hervor (vgl. Rudow 2004, 139 und Nindl 2001, 15ff.)). Sowohl die innere Kündigung als auch das Burnout haben Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Identität des Menschen, durch das fehlende Gefühl der Einheit zwischen dem Inneren (Gefühl) sowie dem Außen (Erleben). Weiterhin sind der Beruf und die berufliche Tätigkeit ein entscheidender Teil unserer Identität, er dient letztlich zur „(…) Verwirklichung persönlicher Interessen und Fähigkeiten, prägt somit also einen großen Teil unserer Identität.“ (Schnell 2016, 152)

Zudem stellen beide Befunde das Gefühl von Zugehörigkeit sowie Anerkennung auf die Probe und fordern dadurch den Lebenssinn heraus, indem die Identität zerrissen ist, durch ein Ausbleiben der Kohärenz zwischen „(…) der inneren Selbstwahrnehmung (…) [und dem eigenen, möglichen] äußeren Ausdruck.“ (Schnell 2016, 136)

Was bedeutet Arbeit also für den menschlichen Sinn?

Sie ist Teil seiner Identität und dadurch nicht einfach zu trennen oder separat zu betrachten. Dabei ist die Sinnorientierung nicht bloß ein Aspekt für die Gesundheit des Menschen, wie durch Antonovky und sein Kohärenzgefühl beschrieben (siehe Teil II der Serie), sondern es lässt sich nach Hardering (2015, 398) auch ein Recht auf sinnvolle Arbeit formulieren. Nur weil Arbeit individuell als sinnvoll empfunden wird oder werden kann, muss sie gesellschaftlich und objektiv nicht sinnvoll sein, je nach individueller Sinnzuschreibung und dem zu betrachtenden Kontext. Es kann also sowohl das Bild der hohen Identifikation sowie des Sinnerlebens mit dem Sinnverlust, der Sinnkrise sowie der Entfremdung einhergehen und nebeneinander koexistieren. Insbesondere bei einer abgestimmten Sinnorientierung im Hinblick auf Individuum, Gesellschaft und Organisation.

Eine verstärkte gesellschaftliche Individualisierung braucht durch den damit einhergehenden Verlust an kollektiven Bezügen einen stärkeren Bezug zur Sinnorientierung. Durch die Singularisierung und Individualisierung werden Orientierungsfragen immer weniger von Kollektiven beantwortet, an welchen sich bis dahin orientiert werden konnte. Wenn der Sinn sowie die Richtung nicht mehr (in großen Teilen) durch Konventionen, dem Familienoberhaupt oder ähnlichen Aspekten vorgegeben werden, ist das Individuum auf sich selber und die eigenen Definitionen der Dimensionen des Lebenssinns angewiesen.

Michael Andrick formuliert eine ähnliche Vorgehensweise mit und für den eigenen status quo, für die eigene Ermöglichung der Aufklärung, für das eigene Verständnis der Gegenwart, um die eigene Handlungsfähigkeit zu sichern und um gewünschte Lebensweisen zu ermöglichen, in seinem Buch Erfolgsleere – Philosophie für die Arbeitswelt (2020):

„Es ist (..) unrealistisch zu meinen, dass wir unsere eigene Gegenwart einfach so verstehen und sie realistisch betrachten. Trotzdem müssen wir uns selbst im Zusammenhang unserer Gegenwart begreifen. Denn wer sich auf den Weg machen will, muss erstmal herausfinden, wo er eigentlich gerade ist.“ (Andrick 2020, 19)

Weiterhin beschreibt er für seine Philosophie der Arbeitswelt die Aspekte von Aufklärung 4.0, einer sehr persönlichen Aufklärung sowie den Charakter von Veränderungen, bei denen die Keimzelle immer individuell zu beschreiben sowie klassifizieren ist. (Vgl. Andrick 2020)

Punkt. Sinn!

Veränderung geht insbesondere von der hier beschriebenen und sehr individuellen, persönlichen Bezugsebene des Selbst und des Menschen aus, denn Antworten auf die Fragen nach der Selbstausbeutung, dem Künstlerdilemma (vgl. Reckwitz), der gesellschaftlichen Gerechtigkeit, der Entfremdung (vgl. Rosa) oder dem Verlust an Beziehungsmomenten, kann nur das Individuum und der Mensch selber beantworten, als gesellschaftlicher Akteur und Handelnder, auch im Sinne von Moral und Ethik. Für die damit verbundenen Marktstrukturen gilt selbiges.

Was und wer ist also der Sinn und wenn ja wie viele? Der Sinn ist der Mensch selber. Oder der Mensch ist der Sinn. Fakt ist: Sinn ist individuell. Fakt ist aber auch: Sinn wird durch die o.g. Aspekte nochmal bedeutungsschwangerer, denn unser Leben verändert sich – nicht zuletzt durch Digitalisierung und Klimawandel. Weitermachen wie bisher, Dimensionen alter Generationen übernehmen und damit weitermachen oder auch so tun als würde es weitergehen wie zuletzt auch, wird nicht funktionieren und genau aus diesem Grund ist die Auseinandersetzung mit den eigenen Sinndimensionen hilfreich. Denn wenn es Halt und Orientierung geben soll, dann müssen wir bei unserem Selbst beginnen.

Grübelt nicht zu viel und seid sinnvoll gegrüßt!
Paul

 

Quellen

Andrick, M. (2020): Erfolgsleere. Philosophie für die Arbeitswelt. Freiburg im Breisgau: Verlag Karl Alber.

Bauman, Z. (2016): Flüchtige Zeiten – Leben in der Ungewissheit, 3. Auflage, Hamburg: Hamburger Edition.

Diederichsen, D. (2010): Kreative Arbeit und Selbstverwirklichung, in: Menke, C., Rebentisch, J. (Hrsg.). Kreation und Depression. Freiheit im gegenwärtigen Kapitalismus, Berlin, S. 118-128.

Faltin, G. (2008): Social Entrepreneurship – Deinitionen, Inhalte, Perspektiven, in: Social Entrepreneurship – Unternehmerische Ideen für eine bessere Gesellschaft. Braun, G., French, M. (Hrsg.). Rostock: HIE-RO Institut an der Universität Rostock, S.25-46.

Flaßpöhler, S. (2011): Wir Genussarbeiter. Über Freiheit und Zwang in der Leistungsgesellschaft. München.

Harari, Y. N. (2017): Homo Deus – Eine Geschichte von Morgen, 2. Auflage, München: C.H.Beck, S. 85.

Hardering, F. (2015): Meaningful work: Sinnvolle Arbeit zwischen Subjektivität, Arbeitsgestaltung und gesellschaftlichem Nutzen, in: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, 40, S. 391-410. https://doi.org/10.1007/s11614-015-0181-7

Hochschild, A.R. (2002): Keine Zeit. Wenn die Firma zum Zuhause wird und zu Hause nur Arbeit wartet. Opladen.

Kirchler, E. (2011): Wirtschaftspsychologie. Individuen, Gruppen, Märkte, Staat. Göttingen: Hogrefe.

Klös, H.-P., Rump, J., Zibrowius, M. (2016): Die neue Generation. Werte, Arbeitseinstellungen und unternehmerische Anforderungen. Roman Herzog Institut e.V. (Hrsg.), München. [Online im Internet] URL: https://www.ibe-ludwigshafen.de/download/arbeitsschwerpunkte-downloads/generationenmix/RHI_Diskussion_29_Web.pdf [zuletzt abgerufen am 17.05.2020].

Lafargue, P. (2013): Das Recht auf Faulheit. Mit einem Essay von Guillaume Paoli. Berlin: Mattes & Seitz Berlin.

Nindl, A. (2001): Zwischen existentieller Sinnerfüllung und Burnout. Eine empirische Studie aus existenzanalytischer Perspektive, in: Existenzanalyse, (1), S. 15-23.

Reckwitz, A. (2017): Die Gesellschaft der Singularitäten. Berlin: Suhrkamp.

Rosa, H. (2012): Resonanz statt Entfremdung: Zehn Thesen wider die Steigerungslogik der Moderne. [Online im Internet] URL: http://www.kolleg-postwachstum.de/sozwgmedia/dokumente/Thesenpapiere+und+Materialien/Thesenpapier+Krise+_+Rosa.pdf [zuletzt abgerufen am 27.05.2020].

Rosa, H. (2016): Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung. Berlin: Suhrkamp.

Rehwaldt, R. (2017): Die glückliche Organisation. Chancen und Hürden für eine positive Psychologie im Unternehmen. Wiesbaden: Gabler.

Ries, J. (2014): Neue Blog-Serie: VUCA-Handling. [Online im Internet] URL: http://www.synnecta.com/neue-blog-serie-vuca-handling/#post_content [zuletzt abgerufen am 03.04.2020].

Rudow, B. (2004): Das gesunde Unternehmen. Gesundheitsmanagement, Arbeitsschutz und Personalpflege in Organisationen. München: Oldenburg Wissenschaftsverlag.

Schmitz, E., Gayler, B., Jehle, P. (2002): Gütekriterien und Strukturanalyse zur Inneren Kündigung, in: Zeitschrift für Personalforschung, 16(1), S. 39-61.

Schnell, T. (2016): Psychologie des Lebenssinns. Heidelberg: Springer.

Bildnachweis

Beitragsbilder: Dimensionen Lebenssinn von Tatjana Schnell (Universität Innsbruck) – eigene Darstellung und eigenes Foto: unternehmensdemokraten / Paul Carduck

Weiterführende Literatur

Purpose. Ist das Kunst oder kann das weg? (Teil 1)

Was ist Sinn? Herkunft und (moderne) Konzepte. (Teil 2)

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